Auf der Suche nach einer Zuchtlinie, die meinem Ideal des Labradors entsprach, stieß ich auf die Labradore vom Kräutergarten. Wahnsinn – alle diese Hunde entsprachen genau dem Typ Labrador, den ich für meine Zuchtlinie wollte: in Optik, Wesen und Gesundheit.
Da war es klar – ich musste mehr erfahren. Also griff ich zum Telefon und bat um weitere Informationen. Nach diesem Gespräch mit Dani war ich sofort begeistert. Und wie es so kommen sollte, suchten noch zwei kleine, lackschwarze Mädchen ein retrievergerechtes Zuhause.
Nach einem inneren Kampf mit mir selbst, ob ich wirklich einen Welpen nur anhand von Video und Fotos aussuchen wollte, dachte ich mir: „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.“
Und ich habe gewonnen!
Was für ein Traum von Hund.
Mit einer riesigen Portion Spannung im Auto machte ich mich am 10. Oktober 2015 auf die lange Reise nach Niedersachsen. Als ich nach 480 Kilometern aus dem Auto stieg und direkt von drei freundlichen Hunden und tollen Menschen begrüßt wurde, fiel die Spannung von mir ab. Ich blieb ein paar Stunden und sog alle Informationen, die ich bekommen konnte, wie ein Schwamm auf.
Die Heimfahrt mit der kleinen Skyler auf meinem Schoß verging wie im Flug.
Seither begleitete mich Skyler überall hin. Sie war einfach immer gerne dabei. Sie ist außerordentlich einfühlsam und schmusig. Mit einer riesigen Portion „Will to Please“ zeigte sie grandiosen Einsatz in der Rettungshundestaffel und war einfach nur ein Goldstück.
Am 1. Juli 2016 fuhr ich mit meiner Maus zum Blutabnehmen, um die Probe noch am gleichen Tag auf eine lange Reise in die USA nach Spokane zu schicken. Dort wurde sie auf 15 genetische Krankheiten getestet. Die Wochen des Bibberns und Hoffens standen mir bevor. Durch die Eltern war sie bereits frei von 11 dieser Krankheiten, aber ich wollte Gewissheit. Und ich wurde nicht enttäuscht – besser ging es nicht.
Skyler ist frei in allen 15 getesteten Erbkrankheiten und konnte somit keine dieser schlimmen Krankheiten an ihre Welpen weitergeben.
Am 17. August 2016 fuhr ich erneut zu meinem Tierarzt, und erneut überkam mich das Hoffen und Bangen. Hatte ich auf alles geachtet? War die Fütterung korrekt? Jetzt konnte noch alles kippen, und mir war übel. Eine Untersuchung folgte der nächsten. Zuerst wurde ein grundlegendes Check-up gemacht: Herz, Lunge, Temperatur und allgemeines Befinden wurden überprüft. Immerhin sollte meine Maus gleich in Vollnarkose gelegt werden – wahrlich kein schöner Anblick. Ich wich ihr keine Sekunde von der Seite und blieb bei allen Untersuchungen bei ihr.
Als erstes wurde ihre Hüfte (HD) in voller Streckung geröntgt. Da war ich dann doch froh, dass sie davon nichts mitbekommen musste. Daraufhin folgten die Ellenbogen (ED), Kniescheiben (PL) und die Schultergelenke (OCD).
Die Zeit bis zum Ergebnis der Auswertung gehört wohl zu den schlimmsten im Leben eines jeden Züchters.
Wirre Gedanken schossen mir durch den Kopf, und ich versuchte verzweifelt, an jeder noch so kleinen Mimikveränderung im Gesicht des Tierarztes etwas deuten zu können. Ist alles gut? Riefen wohl meine weit aufgerissenen, ängstlich hoffnungsvollen Augen. Und dann kam das erleichternde:
„Alles super, alles perfekt, besser geht es nicht.“
Hach, Tränen schossen mir in die Augen, und eine riesige Portion Glückshormone stiegen mir in den Kopf.
Skyler ist HD, ED, OCD, PL-frei und hatte somit ihre Zuchtprüfung mit Bestbewertung bestanden.