Zeal for Liberty vom Tor zum Pfälzer Wald

Zeal war zu Beginn tatsächlich kein „Wunschkind“ – ich hatte ursprünglich nicht geplant, aus diesem Wurf eine Hündin zu behalten. Doch dieser ganz besondere Welpe hatte bereits mit drei Wochen einen großen Plan, und der war, sich heimlich auf kleinen Pfoten in mein Herz zu schleichen. Aber wie hat sie das geschafft, sich so von ihren neun Geschwistern abzuheben?

 

Hier ist die Geschichte, die wirklich so passiert ist:

 

Stellt euch mein Wohnzimmer vor, in dem sich die Welpen nachts und bei schlechtem Wetter in ihrem Indoor-Auslauf aufhielten. In diesem Auslauf gab es alles, was das Welpenherz begehrt. Eine Nestschaukel, Wackelbretter, einen Spieltisch, Bälle, Täue, kuschelige Schlaf- und Liegeplätze sowie frisches Wasser und eine Welpentoilette. Alles war da, was man sich für die Kleinen wünschen könnte. Der Auslauf hatte an einer Stelle eine etwas niedrigere Öffnung, sodass die Mutterhündin jederzeit zu ihren Welpen rein- und raushüpfen konnte, ohne dass ich dabei helfen musste. Während der Welpenzeit schlief ich auch im Wohnzimmer – entweder auf der Couch oder auf meiner Anglerliege, die, muss ich sagen, nach einigen Wochen deutlich rückenfreundlicher und bequemer wurde als die Couch.

 

So viel zum Setting.

 

Man könnte nun denken, dass ein Welpe in solch einem Auslauf einfach rundum glücklich sein müsste, oder? Tja, Zeal, die damals noch „Frau Orange“ hieß, hätte mit drei Wochen wahrscheinlich geantwortet: „Nein, leider nicht!“

An einem Samstagabend lag ich also mit Rylee zusammen, aneinander gekuschelt auf meiner Anglerliege, tief und fest im Schlaf, als wir plötzlich beide aus dem Schlaf gerissen wurden. Als plötzlich vier kleine, lustige Pfoten über uns polterten und ich spürte, wie eine kleine, feuchte Zunge mehrfach über mein Gesicht leckte. Schlaftrunken und völlig verwirrt warfen Rylee und ich Blicke aufeinander, während eine fröhliche kleine Hündin auf und über uns hüpfte.

 

Da hatte die Kleine es doch tatsächlich geschafft, ihrem „Welpenknast“ zu entfliehen. Das hatte tatsächlich in diesem Alter noch kein Welpe geschafft!

 

An diesem Abend reimte ich mir viele Szenarien zusammen, wie dieser kleine Hund es wohl über das Gitterchen geschafft haben könnte. Eine Welpen-Räuberleiter, ein Wurfseil aus Ball mit Schnur – ich hatte allerlei Ideen. Schnell schnappte ich mir den ungebetenen Gast und setzte sie zurück in den Auslauf.

 

Doch Zeal war klug. Sie brach zunächst immer nur nachts aus und überraschte mich und Rylee immer wieder. Tagsüber hätte ich ja sehen können, wie genau sie flieht, aber nachts war es einfach zu spät. Nach der fünften oder sechsten unterbrochenen Nacht gab ich es schließlich auf, sie immer wieder in den Auslauf zu setzen. Stattdessen hob ich meine Decke an, und binnen Sekunden kuschelte sich dieser warme, kleine Welpenkörper an mich. So schliefen wir das erste Mal zu dritt, dicht aneinander gekuschelt zusammen.

 

In den folgenden Nächten kam sie immer wieder, sehr verlässlich dann, wenn Rylee und ich schon tief eingeschlafen waren. Das Ritual war immer das gleiche: Auf die Liege hüpfen, uns wecken, Decke hochheben, ankuscheln und bis morgens durchschlafen.

Nach ein paar Tagen unseres neuen Rituals entschied ich mich, der nächtlichen Ruhestörung vorzubeugen. Ich schnappte mir die kleine Hündin mit dem orangenen Band schon vor dem Hinlegen und nahm sie direkt mit auf meine Liege.

 

So vergingen die Tage und Wochen, und jedem, der bis hierhin gelesen hat, müsste nun klar sein, wie diese kleine, zarte Hündin es geschafft hatte, sich heimlich in mein Herz zu schleichen – und zu bleiben.

 

Diese Geschichte ist übrigens auch der Ursprung ihres Namens: ZEAL FOR LIBERTY

(aus dem Englischen übersetzt: Freiheitsdurst).

 

Meine Zeal ist – wie ihre Mama Rylee – eine totale Schmusebacke. Sie liebt einfach jeden Menschen und möchte am liebsten den ganzen Tag gestreichelt werden. Sie ist aber auch keineswegs eine „Schlaftablette“. Zeal hat Feuer, genau wie ihre Fellfarbe es verspricht. Sie brennt dafür, ihrem Menschen zu gefallen, und möchte immer alles richtig machen. Zealimili (ihr Spitzname) ist zudem sensibel und einfühlsam – einfach ein Goldschatz. Ich bin überglücklich, dass sie mir damals die Entscheidung abgenommen hat zu bleiben, und ich mit ihr eine weitere wunderbare Rylee-Tochter mein Eigen nennen darf.

 

Sie hat sich wirklich als außergewöhnliche Hündin herausgestellt – nicht nur in ihrem Charakter, sondern auch als treue Begleiterin. Es ist ein wahres Geschenk, sie an meiner Seite zu haben.



HD: A2/A2 frei

ED: 0/0 frei

OCD: 0/0 frei

PL: 0/0 frei

Ausgewertet von:

Herr Dr. Schmohl (GRSK Gutachter für Labradore)

 

Zeal ist vollzahnig im Scherengebiss

 

Herzultraschall frei von Frau Dr. März (ECVO Gutachterin)  

 

Augen: MPP, PHTVL/OHOV, Katarakt, RD, Hypoplasie/Mikropapille, CEA, Entropium/Trichiasis, Ektropium/Makroblepharon, Distichiasis/ektopische Zilien, Korneadystrophie, Linsenluxation, PRA frei

 

DOK Gutachten alles frei - keine Auffälligkeiten 

 

Ausgewertet von Frau Dr. Barbara Braus (DOK Gutachterin)

 

Genetisches Gutachten: Paw Print



Zeal und ihr Talent



Zeal´s Eltern

Rylee

Pablito